Hunderte von Datenpannen in Niedersachsen 2018 gemeldet

Lesezeit: ca. 2 Minuten

Nach Presseberichten und nach Information der Niedersächsischen Landesbeauftragten für den Datenschutz wurden 2018 rund 370 Datenpannen gemeldet. 220 dieser Datenpannen fanden in Unternehmen statt. In 2017 waren es nur 20 Fälle, die der Niedersächsischen Datenschutzaufsichtsbehörde gemeldet worden sind. Die Meldepflichten sind in Art. 33 und Art. 34 DSGVO erheblich verschärft worden. Auch wird eine unterlassene Meldung mit einem Bußgeld geahndet.

Auch in anderen Bundesländern kam es zu erheblich mehr Meldungen von Datenschutzpannen. In Nordrhein-Westfalen wurden nach Angaben der dortigen Datenschutzbeauftragten 1.200 Datenpannen gemeldet.

Interessant ist aus unserer Sicht, welche Folgen die jeweiligen Meldungen für die Unternehmen und auch die Behörden haben. Unsere Beobachtung ist, dass derzeit nur sehr zögerlich von den Aufsichtsbehörden auf entsprechende Datenschutzpannen reagiert wird. Hier wäre es wünschenswert, dass die Aufsichtsbehörden eine aktivere Rolle übernehmen.

Wir haben in der Vergangenheit erlebt, dass beispielsweise nach einer Datenschutzpanne noch nicht einmal eine Eingangsbestätigung der Aufsichtsbehörde zuging. Natürlich wird eine verantwortliche Stelle, sei es ein Unternehmen oder eine Behörde, hier kein großes Interesse haben, weiter aktiv zu werden und nachzufragen. Insgesamt ist aber eine Meldung, die zu keinerlei Reaktion und Folgen führt, eher unerfreulich.

Allerdings ist bei Datenschutzpannen durchaus eine Vorsicht geboten, wie ein Unternehmen erfahren musste. Es wurde ein Bußgeld in Höhe von 20.000 Euro verhängt, weil im Nachgang zur Meldung einer Datenschutzpanne Sicherheitslücken dort festgestellt wurden.

Hier ergibt sich ein gewisses Risiko für die Unternehmen und Behörden. Datenschutzpannen legen in der Regel auch Missstände in der Datenschutzorganisation offen, die dann auch Folgen in Form eines Bußgelds haben können.

Wenn Sie eine Datenschutzpanne erlitten haben, sollten Sie sich auf jeden Fall anwaltlich beraten lassen. Es ist im Vorfeld zu prüfen, welche rechtlichen Folgen die Datenschutzpanne hat. Auch ist zu erörtern, ob es nicht nur eine Meldung an die Aufsichtsbehörde geben muss, sondern ob auch die Betroffenen über die Datenschutzpanne informiert werden müssen. Wir unterstützen verantwortliche Unternehmen und Behörden bundesweit im Umgang mit Datenschutzpannen. Nutzen Sie unsere jahrelange Erfahrung im Datenschutzrecht. Ansprechpartner ist Rechtsanwalt Thomas Feil, Fachanwalt für IT-Recht.

 

 
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Rechtsanwalt Thomas Feil in den Medien

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