Kostenloses Musterschreiben Handyverbot

Lesezeit: ca. 2 Minuten

In vielen Unternehmen setzt sich mittlerweile die Auffassung durch, dass ein Verbot der Nutzung privater Mobiltelefone am Arbeitsplatz sinnvoll ist. Gerade der Aspekt des Arbeitszeitverlusts durch private Telefonate oder die Nutzung des privaten Handys lässt Arbeitgeber darüber nachdenken, entsprechende Nutzungsregelungen auszustellen. Nachfolgend ein Formulierungsvorschlag für ein Handyverbot:

„Wir weisen darauf hin, dass ab dem … (Datum) jegliche Nutzung von privaten Mobiltelefonen, Tablets und Smartphones sowie ähnlichen mobilen Geräten während der Arbeitszeit untersagt ist. Davon ausgenommen sind die Pausenzeiten.

Wenn gegen dieses Nutzungsverbot verstoßen wird, muss mit arbeitsrechtlichen Konsequenzen bis hin zur Kündigung gerechnet werden.

… (Unterschrift Geschäftsführung)“

Es ist auch möglich, eine ähnliche Formulierung in einem direkten Anschreiben zu wählen und den Arbeitnehmer darauf hinzuweisen, dass ein solches Handyverbot ab einem bestimmten Datum ausgesprochen wird. Hier kann zum Beispiel ergänzend darauf hingewiesen werden, dass die Nutzung von privaten Telefonen für eine erhebliche Ablenkung sorgt und den sicheren und flüssigen Betriebsablauf stört. Sollte der Weg eines direkten Anschreibens gewählt werden, empfiehlt es sich, den Empfang des Anschreibens durch den Arbeitnehmer bestätigen zu lassen. Nach unserer Auffassung ist es dem Arbeitgeber im Rahmen seines Direktionsrechts möglich, ein solches Handyverbot auszusprechen. Wichtig ist dabei, dass der Gleichbehandlungsgrundsatz beachtet wird. Ein Handyverbot nur für einzelne Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ist nicht zulässig. Wenn allerdings nur bestimmte Arbeitsbereiche, beispielsweise Arbeitsbereiche mit Kundenkontakt, ein Handyverbot erhalten, kann dies ggf. zulässig sein. Allerdings werden vermutlich die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer dieses Arbeitsbereichs die Anordnung als „Ungleichbehandlung“ zumindest emotional empfinden.

 

 
1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars 1 Bewertung(en), durchschnittlich: 5,00 von 5
Loading...

Rechtsanwalt Thomas Feil in den Medien

Schreibe einen Kommentar
Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Sie können folgende HTML-Tags benutzen:

<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong> 

*
*

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen